Landgericht Hagen urteilt zur Schleichwerbung auf Instagram

In seiner Entscheidung vom 13.09.2017 hat das Landgericht Hagen es als Schleichwerbung qualifiziert, wenn Bilder, die auf Instagram gepostet werden und mit einem Link zum Hersteller versehen sind, nicht als Werbung gekennzeichnet sind.

Damit war dem klagenden Wettbewerbsverband Recht gegeben worden: Der im Rechtstreit zum Landgericht Hagen beklagte Influencer betrieb einen Modeblog. Hierauf wurden auch Fotos gepostet hatte, auf welchen Gegenstände zu sehen waren, die nicht unmittelbar etwas mit den entsprechenden Outfits zu tun hatten. Diese Fotos waren mit einem Link auf die Webseite des jeweils beworbenen Unternehmens versehen.

Dies qualifizierte das Landgericht Hagen als Schleichwerbung gemäß § 5 a Abs. 6 UWG, da auf den ersten Blick nicht erkennbar sei, dass mit den Bildern Werbung für das jeweils herstellende Unternehmen gemacht werden soll.

Damit hat das Landgericht Hagen der beklagten Influencerin die Werbung als Schleichwerbung untersagt.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Schwerpunkt Verbraucherrecht:

„Das Themengebiet „Marketing und Schleichwerbung“ auf sozialen Kanälen beschäftigt Gerichte in ganz Deutschland immer mehr. Mit seinen klaren Aussagen hat das Landgericht Hagen vorliegend eindrucksvoll die Thematik „Schleichwerbung“ aufbereitet“.

Für weitergehende Informationen steht Ihnen Frau Rechtsanwältin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau gerne zur Verfügung.

Unsere Kanzlei vertritt Mandanten aus ganz Deutschland, so dass Sie uns auch kontaktieren können, wenn Sie nicht in Passau oder der näheren Umgebung ansässig sind.

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