Autark Invest: BaFin warnt vor ungültigem Prospekt

Nach einem aktuellen Bericht der „Kapitalmarkt intern“ hat die BaFin das letzte Verkaufsprospekt für das öffentliche Angebot der Autark Invest GmbH für ungültig erklärt.

Dies berichtet Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau.

„Der Informationsdienst „Fondstelegramm“ informierte bereits am 30.06.2016 um die nachrangigen Namensschuldverschreibungen der Autark Capital Care GmbH mit den Bezeichnungen „PRO RENDITE“, „PRO RENDITE PLUS“ und „PRO RENDITE DIVISO“. Hierbei sollte es sich um eine Investition mit sehr hohen Risiken handeln, weil es sich – so die Berichterstattung im Fondstelegramm – bei der Emittentin um ein sehr kleines Unternehmen ohne nennenswerte Bonität handle, das mit diesem Produkt seine erste Vermögensanlage auf den Markt bringe“.

Die Fachzeitschrift Kapitalmarkt intern warnte bereits seit 2016 um Investitionen in die Autark Capital Care bzw. die Autark Invest, welche aber seit Mitte 2016 mit gestatteten BaFin-Prospekten Geld einsammeln durften. Dem hat die BaFin zwischenzeitlich widersprochen.

Berichten zufolge soll die Autark Invest keinen Nachrang zu dem vom August 2016 emittierten Verkaufsprospekt vorgelegt haben.

Die Zeitschrift „Finanztest“ hatte Anfang des Jahres 2017 vor den Angeboten der Autark-Unternehmensgruppe gewarnt. Bereits dort war die Option für die Anleger ausgesprochen worden, vorsichtshalber die Einlagen zu stoppen.

Berichten zufolge ermitteln verschiedene Staatsanwaltschaften gegen die Verantwortlichen der Firmen Sensus Vermögens GmbH und der Derivest GmbH, deren Unternehmen die Autark Gruppe Gelder anvertraut hatten.

Das maximale Risiko für Anleger besteht in einem möglichen Totalverlust der eingezahlten Einlage zzgl. Agio. Oftmals werden gerade spekulative Beteiligungen wie ein Nachrangdarlehen von den agierenden Anlageberatern / Anlagevermittlern nicht richtig erklärt, den Erfahrungen von Frau Rechtsanwältin Bettina Wittmann nach um die immer möglichen Totalausfallrisiken mündlich in aller Regel nichts erklärt worden war.

Betroffene Anleger sollten anwaltlich prüfen lassen, inwieweit Möglichkeiten bestehen, ihre Investition vorzeitig zu kündigen oder Schadensersatz gegen die Initiatoren und deren Verantwortlichen geltend zu machen.

Weitere Informationen unter dem Stichwort „Autark Invest“ bei info@rechtsberatung-passau.de.

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