Captura GmbH - Vergleichsabschluss beim Landgericht Landshut

Mit einer vergleichsweisen Beendigung des Rechtstreits hat ein von Frau Rechtsanwältin Bettina Wittmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, beim Landgericht Landshut geführter Prozess geendet.

Der dortige Anlageberater wurde verpflichtet, annähernd 80% der der zwischenzeitlich insolventen Captura GmbH begebenen Darlehenssumme als Schadensersatz zu erstatten.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau:

„Das Landgericht Landshut sah den beklagten Anlageberater in der Beweispflicht, zu erklären, wie er denn die Nachrangigkeit eines partiarischen Darlehens bei der Captura GmbH erklärt hat. Demgegenüber erklärte der beklagte Anlageberater anlässlich seiner informatorischen Anhörung, er könne nach Insolvenz über das Vermögen der Captura GmbH noch keinen Schaden erkennen, müsse zunächst das Insolvenzverfahren beendet werden. Dem kann insoweit nicht zugestimmt werden, als dass nach hiesiger Rechtsmeinung mit Insolvenz über das Vermögen der Captura GmbH der Totalverlust der begebenen Darlehenssummen eingetreten ist.“

Angesichts der Forderungsanmeldungen in Höhe von annähernd 8 Mio. Euro und einem „Immobilienvermögen“ über ca. EUR 250.000,00 erkennt Rechtsanwältin Bettina Wittmann für die Anleger keine nennenswerte Insolvenzquote.

Insoweit empfiehlt die Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau die fachkundige Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die agierenden Anlageberater / Anlagevermittler. Im Zuge einer sog. anleger- und objektgerechten Beratung ist der Anlageberater verpflichtet, nicht nur die Anlageziele seiner Kunden zu hinterfragen; einem Anlageberater obliegt auch die Verpflichtung, alle aus einem zu empfehlenden Geldanlagemodell resultierenden Risiken wahrheitsgemäß und vollständig offenzulegen.

So gibt die fortwährend von den einzelnen Anlageberatern dargestellte Mittelverwendung durch einen als Treuhänder von der Captura GmbH eingesetzten Rechtsanwalt keine Sicherheit für ein Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt. Vielmehr sollte der auch in den einzelnen Verkaufsexposés jeweils abgedruckte Treuhand- und Mittelverwendungsvertrag nach hiesiger Rechtsmeinung die Anleger um die angebliche Sicherheit eines partiarischen Nachrangdarlehens informieren. Zu diesem Zweck wurde der Treuhand- und Verwaltungsvertrag sowohl in den Verkaufsexposés wie auch in den eigentlich für den Vertrieb vorgesehenen Informationsbroschüren abgedruckt.

Um die Tatsache, dass es sich bei den Investitionen der Captura GmbH um Blind-Pool-Investitionen sowie bei der Anlageform um ein qualifiziertes Nachrangdarlehen, mithin um eine Kapitalanlage mit unternehmerischen Charakter, bei welchem ein Anleger das unternehmerische Risiko der Captura GmbH bis hin zum möglichen Totalverlust mitträgt, war in den bislang von unserer Kanzlei vertretenen Schadensangelegenheiten mündlich niemals gesprochen worden.

Hier gründet die pflichtwidrige Anlagefalschberatung des jeweils agierenden Anlageberaters, was zur Folge hat, dass dieser den aus der Darlehensbegebung dem Anleger erlittenen Schaden zurückzuerstatten hat.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt seit Jahren geschädigte Anleger in diversen Geldanlagemodellen. Aktuell führt die Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau bundesweit ca. 20 Rechtstreitigkeiten gegen die jeweils agierenden Anlageberater vor den verschiedenen Landgerichten.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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