Dubai Real Estate Direkt - wo bleibt die grundbuchrechtliche Absicherung?

Mit Schreiben der S+C Treuhand GmbH werden Anleger der „Dubai Real Estate Direkt“ zum aktuellen Sachstand ihres Investments informiert.

Hiernach sollen Finanzierungsmaßnahmen ohne Mitwirkung der Treuhandgesellschaft bzw. ohne Informationen für die Investoren von der Geschäftsführung der Firma „Engel und Völkers“ durchgeführt worden sein.

Nach den Darstellungen der S+C Treuhand GmbH soll nunmehr die Sicherung zweier Investitionsobjekte sowie die Prüfung und Durchsetzung der Haftungsansprüche gegenüber der Firma Engel und Völkers und deren handelnden Personen geprüft werden.

Es geht um das Projekt „Polo Residence“ und das von den Anlegern in diesem Zusammenhang mit einer Laufzeit von vier Jahren getätigte Investment „Dubai Real Estate“ in den Gebäuden C6 und A4.

Laut mit den Investoren geschlossenen Kauf-, Miet- und Rückkaufsvertrag soll der Vertragspartner die Wohnung einer „Käufergemeinschaft“ übereignet und unter anderem zur Sicherung der Mietzahlungen einen Betrag auf einem Treuhandkonto deponiert haben. Nach dem Schreiben der S+C Treuhand GmbH soll die Sicherheit in Form des beworbenen Eigentumsanteils nunmehr nicht mehr gegeben sein.

Dies berichtet Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Diese erklärt:

„Ursprünglich sollten Investoren sog. Kauf-, Miet- und Rückkaufverträge über einen angeblichen Miteigentumsanteil an einer Wohnung in Dubai erwerben. Beworben wurde das Angebot mit einem angeblich „durchgängigen Sicherheitskonzept“ sowie einer „grundbuchlichen Absicherung“ der von den Anlegern gezahlten Kaufpreise. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit es die beworbenen Miteigentumsanteile an einer Wohnung in Dubai überhaupt gegeben hatte, nach den vertraglichen Regelungen bei diesem Investment es sich auch um ein gänzlich unbesichertes Nachrangdarlehen der Anleger an die Wohnungsverkäufer handeln könnte“.

Ein Nachrangdarlehen hat indes nichts mit einer sicheren Anlage zu tun, tatsächlich ein Nachrangdarlehen systemimmanent hohe Totalverlustrisiken beinhaltet, die für Kapitalanleger, die eine tatsächlich sichere Anlage suchen, nicht geeignet ist.

Sollte das Investment zum Zeitpunkt des Abschlusses bereits falsch beworben worden sein, stehen Schadensersatzansprüche im Raum, unter anderem gegen die agierenden Berater, welche nach den Erfahrungen von Frau Rechtsanwältin Wittmann die bestehenden Risiken eben aufgrund des angeblichen bestehenden Sicherheitskonzepts mit dem damit einhergehenden „Miteigentumsanteil“ an den Eigentumswohnungen schlichtweg negiert hatten.

Betroffenen Anlegern ist grundsätzlich eine Prüfung des Investments anzuraten, auch und gerade angesichts der beunruhigenden Nachrichten der Treuhänderin per Schreiben vom 29.03.2019.

Die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann GmbH berät und vertritt geschädigte Anleger bundesweit gegen die agierenden Anlageberater / Anlagevermittler bzw. gegen die Verantwortlichen.

Weitere Informationen untern info@rechtsberatung-passau.de.

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