Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Vermögen der EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG

Die EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG (EEV AG) hat Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen gestellt. Das Insolvenzverfahren ist beim Amtsgericht Meppen zum Az. 9 IN 213/15 anhängig. Auch die EEV Bio Energie GmbH & Co. KG soll betroffen sein.

Damit hat sich bestätigt, was bereits befürchtet wurde, als der versprochene Zins auf die Genussrechte der EEV AG nicht pünktlich gezahlt wurde. So wäre die Zinszahlung für das Jahr 2014 am 30.06.2015 fällig gewesen.

Betroffene Anleger sollten grundsätzlich von Anwälten, die auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert sind, prüfen lassen, inwieweit bei Gewährung sogenannter partiarischer Darlehen ein Sonderkündigungsrecht mit der Konsequenz der fristlosen Kündigung besteht.

Bettina Wittmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht:

„Darüber hinaus erachten wir das damals emittierte Prospekt für falsch. Die Risiken des Investments in ein Offshore-Windpark-Projekt in der Nordsee über die EEV-Tochter OWP Skua GmbH waren nicht vollständig ausgewiesen. Die Seefläche wird vom Bundesverteidigungsministerium seit vielen Jahren als Übungsgebiet genutzt, weshalb nach unserer Meinung die Verwirklichung eines Offshore-Windparks von jeher ausgeschlossen war“.

Im Hinblick auf die rund 2.500 Anleger der EEV AG soll es nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters nicht viel Anlass zur Hoffnung geben, dass noch viel Kapital zu retten ist.

Insoweit rät RAin Bettina Wittmann allen betroffenen EEV-Anlegern an, alle in Betracht kommenden Ansprüche anwaltlich prüfen zu lassen.

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