Fidentum GmbH/Lombardium Classic 2 und 3 - Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH bereitet Schadensersatzklagen vor

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Fidentum GmbH am 17.12.2015 droht auch Anlegern der LombardClassic 3 GmbH & Co. KG mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 01.07.2017 der Totalverlust.

Der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG war mit Rückabwicklungsverfügung der BaFin die Beleihung von Inhaberschuldbriefen und Inhaberaktien untersagt worden, da sie nach Meinung der BaFin hierdurch ein Kreditgeschäft ohne die notwendige Erlaubnis betrieben habe. Gleichzeitig ordnete die Finanzaufsicht damals bereits die Rückabwicklung der laufenden Geschäfte an. Weiters wurde schon im Sommer 2016 um Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges berichtet. In Verdacht stand das Edel-Pfandhaus Lombardium. Dieses finanzierte die Pfandkredite über geschlossene Fonds, in die Privat- und Kleinanleger einzahlen sollten.

Berichten zufolge flossen bis Ende 2015 geschätzt zwischen 150 und 200 Mio. Euro in insgesamt fünf Anlegerfonds.

Die Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG betrieb allerdings seit 2012 und damit noch vor Aufstellung des „LombardClassic 3“-Verkaufsprospekts mit der Beleihung von Inhabergrundschuldbriefen nach dem KWG erlaubnispflichtige Geschäfte, ohne die nach dem KWG hierzu erforderliche Erlaubnis der BaFin zu haben. Die sich hieraus ergebende Gefahr um die letztendlich tatsächlich erfolgte Rückabwicklung der Darlehensverträge wird im dortigen Emissionsprospekt nicht thematisiert, weshalb grundsätzlich ein Prospektfehler zu prüfen ist.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann, die als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht zahlreiche geschädigte Anleger bundesweit anwaltlich vertritt:

„Ein an den Anleger überlassener Emissionsprospekt kann die Verpflichtung des Anlageberaters, mündlich alle Risiken einer Beteiligung offenzulegen, entfallen lassen. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Vollständigkeit und Richtigkeit des Verkaufsprospekts, welcher auch immer rechtzeitig, das heißt zeitlich weit vor Zeichnung überlassen werden muss. Im Falle der Beratung anhand eines fehlerhaften Emissionsprospekts muss der Anlageberater beweisen, dass er die Fehlerhaftigkeit im Gespräch richtig gestellt hatte“.

Dies gelingt den einzelnen Anlageberatern indes nur sehr selten, so dass betroffene Anleger grundsätzlich mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen sollten.

Auch ein Anlageberater haftet für die Fehlerhaftigkeit des Emissionsmaterials, wenn dieser seine Beratung hieran orientiert hatte.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Emissionshauses Fidentum GmbH im Jahr 2015 drohen mögliche Schadensersatzansprüche zum Ende des Jahres 2018 zu verjähren.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH rät betroffenen Anlegern daher an, fachkundige Hilfe zur möglichen Geltendmachung ihrer Schadensersatzansprüche in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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