HCI Shipping Select XX: Verjährung möglicher Ersatzansprüche droht

Anleger des in eine finanzielle Schieflage geratenen Schiffsfonds HCI Shipping Select XX müssen handeln, wenn sie noch Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen wollen. Es droht die Verjährung möglicher Forderungen.

 

Das Emissionshaus HCI Capital legte den als Dachfonds konzipierten HCI Shipping Select am 29.05.2006 auf. Bereits im Jahr 2010 musste ein Sanierungskonzept umgesetzt werden. Dennoch konnte die Insolvenz der im Dachfonds investierten Schiffe „MS Colleen“ sowie der Verkauf zweier weiterer Schiffe nicht vermieden werden.

 

Grundlage für Schadensersatzansprüche kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Nicht selten wurden in den Beratungsgesprächen Beteiligungen an Schiffsfonds als renditestark und zudem auch noch als sichere Geldanlage zur Zeichnung empfohlen.

 

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Passau weist zudem darauf hin, dass auch Anleger, welche im Beratungsgespräch unmissverständlich angegeben hatten, die Beteiligung zur Altersvorsorge zu benötigen, in eine Schiffsfondsgesellschaft „hineinberaten“ wurden.

 

„Um das tatsächlich einer Fonds-KG systemimmanente Risiko des Totalverlusts war häufig in den Beratungsgesprächen keine Rede, natürlich von einer sicheren Geldanlage bei bestehendem Totalverlustrisiko keine Rede sein kann“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann, welche in diesem Zusammenhang auf die absolute Höchstfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen binnen 10 Jahre nach Zeichnung (taggenau) hinweist.

 

Zweiter Ansatzpunkt für Schadensersatzansprüche können die sogenannten „kick-backs“ sein. Gemeint sind damit Rückvergütungen, die die Bank für die Vermittlung der Fondsanteile erhalten hat. Nach der Rechtsprechung des BGH dürfen diese von der Bank nicht verschwiegen werden.

 

Durch entsprechende Maßnahmen kann die Verjährung aber verhindert werden. Im Rahmen einer Beauftragung übernehmen wir die Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung unter sorgfältiger Prüfung Ihrer Schadensangelegenheit.

 

Sprechen Sie uns einfach an unter Tel.-Nr. 0851/988400 oder schreiben Sie uns unter info@rechtsberatung-passau.de.

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