Immobilieninvestition der S&K-Gruppe

12% Rendite pro Jahr, monatliche Ausschüttungen und eine vollständige Kapitalrückzahlung nach kurzer Zeit – mit diesen nahezu umwerfenden Konzepten warben u. a. unabhängige Finanzvermittler zur Zeichnung diverser Immobilienfonds, unter anderem bei der Deutschen S&K Sachwerte II GmbH & Co. KG, sowie der damals in Regensburg ansässigen ASSET TRUST AG.

Mitunter wurden gerade Anleger in diese Kapitalanlagen hineinempfohlen, welche kurze Zeit zuvor schon viel Geld bei anderen Anlagen verloren hatten. Der angebotene Immobilienfonds erschien dann wie der erhoffte Rettungsanker.

Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann, vertritt diverse Geschädigte der sich in Insolvenz befindlichen ASSET TRUST AG (Az. beim LG Regensburg: 102 IN 196/13).

Nach unseren bisherigen Erfahrungen wurden Anleger von selbständigen Handelsvertretern diverser bundesweit tätigen Finanzdienstleistungsunternehmen aufgesucht, um sich grundsätzlich über bestehende Versicherungsverträge beraten zu lassen.

Im Zuge dessen wurde mitunter bereits Anlegern, die bereits Geld verloren hatten, Beteiligungen an geschlossenen Fonds zur Zeichnung angeraten, unter anderem an der Deutschen S&K Sachwerte 2 GmbH & Co. KG sowie an der ASSET TRUST AG.

„Anleger unterschrieben mitunter blindlings die ihnen von den einzelnen Beratern zur Vorlage gebrachten Formulare und ließen wertbeständige Altverträge, wie z.B. Bauspar-, Lebens- oder Rentenversicherungen auflösen, um das erlöste Kapital in die beworbene Gesellschaft zu investieren. Als am 19.02.2013 Ermittler bei einer der größten Razzien Deutschlands säckeweise Geld aus einer Villa der S&K-Chefs Stephan Schäfer und Jonas Köller schleppten, wurde den Anlegern klar, dass etwas nicht stimmte. Gegen die S&K-Gründer wurde mittlerweile beim LG Frankfurt begonnen, die über 1.000 Seiten fassende Anklageschrift zu verlesen. Der Vorwurf lautet unter anderem Veruntreuung in einem Schneeballsystem. Es droht der Totalverlust.

Insgesamt EUR 111,0 Mio. hat S&K nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt zwischen 2008 und Januar 2012 mit 5 Fonds eingesammelt. Das Millionenvermögen sollen die Herren Schäfer und Köller nach bisherigen Annahmen der Ermittler größtenteils für einen ausschweifenden und luxuriösen Lebensstil verprasst haben. Rauschende Partys mit zahlreichen, gegen Gage auftretenden Prominenten und Prostituierten führte die Staatsanwaltschaft in einem Durchsuchungsbeschluss ebenso auf, wie Luxusdienstwagen von Ferrari, Lamborghini und Porsche, ein Wassertherapiebecken für Schäfers Hund für EUR 20.000,00 und einen Elefanten zur 30. Geburtstagsfeier von Jonas Köller.

Wenn die Vorwürfe stimmen ist es klar, dass kaum noch Geld übrig war, das investiert werden konnte, um die versprochenen hohen Renditen zu erwirtschaften.

Doch Anleger können sich wehren: Der Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann liegen Informationen um die systematisch falsche Bewerbung einer Beteiligung an der ASSET TRUST AG vor. Geben die freundlichen Berater dann auf Frage anlässlich der gerichtlichen Zeugeneinvernahme auch noch zu, anhand dieser Informationen beraten zu haben, dann spricht für eine die pflichtwidrige Anlagefalschberatung sehr viel, egal wie viele Risikohinweise der Anleger noch unterschrieben hat.

„Die freundlichen Finanzberater werden in den bislang geführten Rechtstreitigkeiten als Zeugen vernommen und behaupten allen Ernstes, mehrfach die Anleger über Totalverlustszenarien aufgeklärt zu haben, wohingegen in unserer Praxis kein einziger Anleger einen irgendwie gearteten Risikohinweis bestätigen kann. Vielmehr sollte es sich um eine „todsichere“ Sachwertanlage handeln, welche von gutgläubigen Anlegern im Vertrauen auf die Wahrheit der mündlichen Anpreisungen zu zum Teil horrenden Investitionssummen erworben worden waren“.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann rät betroffenen Anlegern fachkundige Hilfe, nicht selten die agierenden Berater nach wie vor die Anleger glauben lassen wollen, das investierte Kapital sei nicht verloren, würde „der Insolvenzverwalter sich darum kümmern“.

In den einzelnen Vertragsgestaltungen der ASSET TRUST AG, namentlich eines Kaufvertrages mit der Bezeichnung „Loan Vario“ sowie in den Nachrangdarlehensverträgen, sind die von den Anlegern als Käufer / Darlehensgeber begebenen Forderungen nachrangig. Durch die Nachrangigkeit steht zum jetzigen Zeitpunkt bereits fest, dass die betroffenen Anleger im Insolvenzverfahren kein Kapital realisieren werden, wobei in Sachen „ASSET TRUST AG“ ohnehin noch nicht feststeht, ob hier überhaupt Vermögensgegenstände sichergestellt werden konnten.

Bettina Wittmann aus der auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH rät betroffenen Anlegern dringendst eine fachkundige Bewertung des zugrundeliegenden Sachverhalts an. Frau Wittmann gibt außerdem an, bereits zahlreiche Anleger erfolgreich gerichtlich vertreten zu haben.

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