Insolvenz über das Vermögen der BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG - Keine Hoffnung für betroffene Anleger auf Zahlungen im Insolvenzverfahren; Schadensersatzansprüche drohen Ende 2018 zu verjähren!

Mit Insolvenz über das Vermögen der BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG mussten betroffene Anleger feststellen, dass die Anlage keineswegs „mündelsicher“ war, wie vermeintlich vom agierenden Berater dargetan.

RAin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann, welche als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bundesweit geschädigte Anleger auch anwaltlich vertritt, erklärt:

„Nach Beratung vieler Anleger gehen wir davon aus, dass die Anlage bei der BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG falsch erklärt worden war. Mitunter haben die einzelnen Anlageberater völlig grundlos mit einer „Mündelsicherheit“ dieser der BAXTER KG begebenen Nachrangdarlehen geworben, ohne auch nur mit einem einzigen Wort auf die grundsätzlich einem Nachrangdarlehen systemimmanenten Risiken einzugehen. Begründet wurde die angebliche Risikolosigkeit dieses Investments mit Verweis auf den Immobilienbestand sowie auf eine Ausfallversicherung, welche angeblich dieses Engagement zu 100% sicher erscheinen lässt“.

Nach Auswertung der Berichte des Insolvenzverwalters über das Vermögen der BAXTER KG steht allerdings fest, dass mit dem eingesammelten Kapital der Anleger keinerlei gewinnbringende Geschäfte durchgeführt wurden. So sind nach Auffassung des Insolvenzverwalters die zugunsten der Anleger bestellten Teilgrundschulden nahezu wertlos, da die Häuser, auf denen die Grundschuld lastet, wertlos sind.

Zudem gibt es die vielfach beworbene Ausfallversicherung überhaupt nicht. Den Recherchen des agierenden Insolvenzverwalters, Herrn Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus zufolge konnte der inaktive Stand der BAXTER Insurance im Register des Department of State festgestellt werden. Demgegenüber sollte der Versicherer, die Baxter Insurance Inc., eine konzerneigene Versicherungsgesellschaft sein, die angabegemäß mit einem Kapital in Höhe von USD 100,0 Mio. ausgestattet war. Den weiteren Angaben des Insolvenzverwalters zufolge bestand keinerlei Verbindung zwischen der BAXTER Insurance Corporation und der Lloyd London.

„Ein Anlageberater ist nach ständiger Rechtsprechung indes verpflichtet, die Plausibilität des von dort empfohlenen Investments wirtschaftlich wie auch rechtlich zu prüfen. Kommt der Anlageberater dieser Verpflichtung nicht nach, muss er darauf hinweisen, dass eine entsprechende Überprüfung nicht erfolgt ist“, so Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter.

Die Behauptung, wegen angeblich vorhandener Sicherheiten sei das Nachrangdarlehen „mündelsicher“, stellt nach hiesiger Rechtsmeinung eine pflichtwidrige Anlagefalschberatung dar, welche Schadensersatzansprüche nach sich zieht.

Die Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann rät betroffenen Anlegern eine grundsätzlich fachkundige Prüfung der ihnen zustehenden Rechte nach der Insolvenz über das Vermögen der BAXTER KG.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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