Insolvenz über das Vermögen der EN-Storage GmbH - Müssen Anleger erhaltene Auszahlungen an den Insolvenzverwalter zurückzahlen?

Beunruhigende Nachrichten vermelden Mandanten der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau, die sich per Kauf- und Überlassungsvertrag an der zwischenzeitlich insolventen EN-Storage GmbH beteiligt haben: Hiernach werden sie vom Insolvenzverwalter über das Vermögen der EN-Storage GmbH, Herrn Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle, zur Rückzahlung erhaltener Leistungen aus den begebenen Kauf- und Überlassungsverträgen aufgefordert.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH, Passau, erklärt:

„Der Insolvenzverwalter über das Vermögen der EN-Storage GmbH stützt seinen Rückforderungsanspruch unter anderem darauf, dass die Insolvenzschuldnerin ein sog. „Schneeballsystem“ betrieben hat, das heißt, die Gewinne konnten an die Anleger nur ausgezahlt werden, weil „neues“ Kapital aus neuen Kauf- und Überlassungsverträgen eingeworben worden ist. Nach Meinung des Insolvenzverwalters soll es sich daher um Scheingewinne handeln, die seiner Meinung nach nach Insolvenzanfechtung rückforderbar sind“.

Unserer Erfahrung nach haben bislang nur wenige Anleger ein entsprechendes Rückforderungsverlangen des Insolvenzverwalters erhalten. Doch unabhängig davon sollte kein Anleger diese Gefahr unterschätzen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH prüft insoweit auch mögliche Schadensersatzansprüche gegen die agierenden Anlageberater / Anlageberatungsgesellschaften aus pflichtwidriger Anlageberatung.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter:

„Unseres Erachtens hätte sich jeder Anlageberater nach Anordnung der Rückabwicklung durch die BaFin die Frage stellen müssen, wie es sein kann, dass die EN-Storage an die Anleger ca. EUR 37,0 Mio. aus den „Altverträgen“ zurückzahlt. Dies war nicht möglich“.

In diesem Zusammenhang sind auch diverse Schreiben der EN-Storage GmbH aufgetaucht, die belegen, dass die Anlageberater massivst angehalten waren, ab November 2014 neue Kauf- und Überlassungsverträge zu den angeblich vorhandenen Storage-Systemen abzuschließen. Spätestens dann hätte sich jeder Anlageberater die berechtigte Fragen nach der Bonität der EN-Storage GmbH stellen müssen.

Betroffene Anleger sollten also frühzeitig die Option der Geltendmachung ihrer Schadensersatzansprüche durch einen auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Rechtsanwalts prüfen.

Daneben bestehen nach Meinung von Frau Rechtsanwältin Wittmann auch Ersatzansprüche gegen die agierende Wirtschaftskanzlei, welche letztendlich die einzelnen Vertragsinhalte in den Kauf- und Überlassungsverträgen bestätigt hatte, also auch das Vorhandensein der Storage-Systeme.

Zudem bietet die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH die Option der Bündelung der Anlegerinteressen gegen die Verantwortlichen der EN-Storage GmbH zur Reduzierung des Kostenrisikos an.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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