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Insolvenz über das Vermögen der German Property Group - Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen des Verdachts des Anlagebetrugs

Eine sichere Geldanlage mit hohen Renditen hatte das Anlagemodell der German Property Group versprochen, in welche auch zahlreiche deutsche Anleger investiert hatten.

Die German Property Group ist eine Immobilien-Investmentgesellschaft, die 2008 aus einem Zusammenschluss von mehreren Firmen hervorgegangen war. Bei der Gründung hatte sie ihren Sitz im Stadtteil List in Hannover und firmierte unter „Dolphin Capital“. Die Umbenennung in German Property Group erfolgte in 2019.

Das Unternehmen war auf historische Gebäude in Deutschland spezialisiert. Es erwarb rund 60 bis 100 denkmalgeschützte Objekte meist von Gemeinden, um sie unter Berücksichtigung ihres historischen Charakters zu sanieren und an private Käufer als Wohnraum weiter zu verkaufen. Für den Ankauf warb die German Property Group im Ausland um private Anleger. Diesen wurden Investitionen in Grundstücke mit Gebäuden in Deutschland in Verbindung mit angeblichen Steuererleichterungen als sichere Anlageform mit überdurchschnittlicher Rendite angepriesen. Das Geld der Anleger sollte über den Wert der Immobilie abgesichert sein, der als beleihungsfähige Grundschuld eingetragen war (Quelle: Wikipedia).

Im Juli 2020 ging die German Property Group insolvent, Medienberichten zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover seit Anfang 2020 gegen drei Personen im Umfeld wegen des Verdachts des Anlagebetruges und der Untreue.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann aus der Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Weiteren Berichten zufolge soll der erste Insolvenzverwalter über das Vermögen der German Property Group bereits einen systematischen Betrug vermutet haben. Seiner Meinung nach habe aufgrund der ihm im Sommer 2020 vorliegenden Erkenntnisse alles auf ein mögliches Schnellballsystem hingedeutet. Zudem sollen seit 2016 keine Jahresabschlüsse mehr veröffentlicht worden sein, was gegebenenfalls auch für einen Anlagebetrug sprechen könnte“.

Die Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt betroffene Anleger bundesweit auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts.

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