Insolvenz über das Vermögen der Oil & Gas Invest AG - Stiftung Warentest warnte schon im Juni 2016

Die Firma Oil & Gas Invest AG ließ Insolvenz anmelden. Diese berichtet die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht erklärt:

„Laut Eigenbeschreibung soll die Oil & Gas Invest AG mit Sitz in Frankfurt am Main zu den innovativsten Erdölunternehmen am Markt gehört haben. Zur Finanzierung dieser Erdölbohrungen emittierte die OIG AG Anleihen, obwohl die OIG AG in der Vergangenheit laut Eigenbeschreibung auf Fremdkapital nicht angewiesen sei. Mit Insolvenz über das Vermögen der OIG AG müssen nunmehr rund 500 Anleger mit einem Anlagevolumen von rund EUR 58,0 Mio. um ihr Kapital bangen“.

Die OIG AG war ins Gespräch gekommen, nachdem die Bonner Finanzmarktaufsicht die Rückabwicklung der alten Nachrangdarlehen, welche seinerzeit mit einer Rückzahlungsgarantie ausgestattet wurden, verfügt hatte. Nach Ansicht der BaFin sei eine solche Garantie nicht erlaubt. Seinerzeit bezahlte die OIG AG das eingesammelte Kapital plus der versprochenen Zinsen an die Anleger zurück. Die seit Februar 2016 begebenen Anleihen waren mit keiner Rückzahlungsgarantie ausgestattet, so dass bezweifelt werden kann, inwieweit nach Insolvenz über das Vermögen der OIG AG die Kapitalanleger ihr Geld zurückverlangen können.

„In unserer Praxis müssen wir es leider immer wieder erleben, dass gerade hochspekulative Geldanlagen von den agierenden Finanzberatern als risikolos dargestellt werden. Doch gerade Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt zählen zu spekulativen Geldanlagen, welche keinesfalls als zur Altersvorsorge geeignet dargestellt werden dürfen“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter, welche betroffenen Anlegern eine fachkundige Beratung durch einen auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Rechtsanwalts anrät.

Bei einer Anlagefalschberatung kann der geschädigte Anleger von seinem Anlageberater Schadensersatz verlangen, das heißt, er hat das Recht, so gestellt zu werden, als hätte er die empfohlene Geldanlage nicht gezeichnet.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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