Insolvenzverfahren über das Vermögen der "Eurosolid energy GmbH & Co. KG" - Wie geht es jetzt weiter?

Am 13.07.2018 stellte die Eurosolid energy GmbH & Co. KG Insolvenzantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Damit steht die Eurosolid energy GmbH & Co. KG weiterhin im Zentrum eines großen Anlegerskandals, offenkundig die dortigen Investitionen „in die Sonne“ fehlgeschlagen sind.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Die Eurosolid energy GmbH & Co. KG hatte nicht nur Teile einer großen Photovoltaikanlage in Mecklenburg-Vorpommern bzw. auch in Leipzig zum Kauf angeboten, sondern zugleich auch den Vertrieb übernommen. Nach den bislang recherchierten und von unseren Mandanten auch bestätigten Darstellungen sollte ein Anleger nicht einmal Eigenkapital aufbringen müssen, da nicht nur eine Finanzierung über die Stuttgarter Lebensversicherung AG mitgeboten wurde; nach Auskunft zahlreicher Mandanten unserer Kanzlei wurde zudem ein gleichsam mitvermittelter Bausparvertrag abgetreten, und zwar mit der vollmundigen Versprechung der jeweils agierenden Anlageberater, „das rechnet sich alles“.

Presseberichten zufolge war indes das Anlagekonzept schon in 2011 zum Scheitern verurteilt, für den Zeitraum von 2006 bis 2011 ein kontinuierlicher Preisverfall von mehr als 50% für Photovoltaikanlagen festzustellen war.

Von der angeblichen Kostenkompensation konnte daher noch niemals die Rede sein, tatsächlich sich die Anleger jetzt durch das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Eurosolid energy GmbH & Co. KG mit einem finanziellen Desaster konfrontiert sehen.

„Nicht selten war in den einzelnen Darlehensverträgen mit der Stuttgarter Lebensversicherung AG eine über 30-jährige Zinsbindung vorhergesehen, zur Darlehenstilgung neben der Abtretung eines Bausparvertrages bei der Wüstenrot Bausparkasse AG die Abtretung der Einspeisevergütung ebenso vereinbart war, wie die Sicherungsübertragung der Photovoltaikanlage“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter, welche zudem darauf hinweist, dass vom Insolvenzverwalter auch die Frage zu klären sein wird, in welcher Rechtsform sich die einzelnen Anleger zusammengeschlossen haben.

Betroffene Anleger sollten fachkundigen Rat einholen, die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH die Verantwortung auch und gerade bei den agierenden Anlageberatern / Anlageberatungsgesellschaften sieht. Nach ihrer Meinung hätten die Anlageberater den Anlegern erklären müssen, dass sie hier eine Anlage kaufen würden, die weit überteuert war, gegebenenfalls sogar die Grenzen einer sittenwidrigen Kaufpreiserhöhung erreicht waren. Zudem hätten die agierenden Berater ihren Kunden auch erklären müssen, dass aufgrund der unrealistischen Kalkulation der Finanzierung bei der Stuttgarter Lebensversicherung eine Kostendeckung für die weiteren Kosten durch den Erbbauzins erst erreicht werden würde, wenn die Einnahmen jährlich 10% des Kaufpreises betragen. Ein solches Ergebnis war aber Presseberichten zufolge von vornherein für Photovoltaikanlagen in Mecklenburg-Vorpommern gänzlich unrealistisch.

Sollten Sie hierzu weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit an die Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau wenden. Zuständige Sachbearbeiterin ist Frau Rechtsanwältin Wittmann, welche seit mehr als 15 Jahren als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht für Anleger bundesweit vorgerichtlich und auch gerichtlich tätig ist.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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