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Insolvenzverfahren über das Vermögen der Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH eröffnet

Die Unternehmen Geo Kraftwerk.de GmbH (Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH) und Geo Kraftwerk FG Schneitze GmbH boten ihren Anlegern an, in Form eines Nachrangdarlehens zu investieren.

Das hierbei eingeworbene Geld sollte für die Energiegewinnung durch die Nutzung der Erdwärme, der sog. Geothermie, verwendet werden. Geothermie ist ein wichtiger Bestandteil der erneuerbaren Energien und trägt somit zur nachhaltigen Energiegewinnung bei.

Soweit so gut – kurz vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ließ die Firma ihren Anlegern allerdings mitteilen, dass keines der geplanten Projekte der Gesellschaften vollständig realisiert worden sei. Kurze Zeit später wurde auf Antrag der Geschäftsführung am 16.03.2020 unter dem Az. 2 IN 117/20 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH eröffnet.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Damit dürfte der Totalverlust des eingesetzten Kapitals feststehen. Infolge der Nachrangigkeit steht zu befürchten, dass selbst bei Anmeldung der Forderung zum Insolvenzverfahren die Forderung der Anleger nicht festgestellt wird, letztendlich der qualifizierte Rangrücktritt einem Nachrangdarlehen systemimmanent ist. Leider müssen wir in unserer Praxis immer wieder feststellen, dass die hochspekulativen Elemente eines Nachrangdarlehens von den einzelnen Beratern den Anlegern gegenüber nicht kommuniziert werden, mitunter die Anleger oftmals davon ausgehen, sie tätigen hier ein sinnvolles, weil nachhaltiges Investment, wobei diese folglich auch von einer entsprechenden Kapitalsicherheit ausgehen. Dem ist allerdings nicht so; ich qualifiziere ein Nachrangdarlehen als spekulatives Geldanlagemodell, das entsprechend auch nur spekulativen Anlegern zur Zeichnung angedient werden darf“.

Presseberichten zufolge soll die Kanzlei CLLB beim Landgericht Regensburg eine Klage gegen die Gesellschaft im Jahr 2019 gewonnen haben. Hiernach sollen finanzielle Schwierigkeiten aus dem Jahr 2014 dem in 2015 zeichnenden Anlegern verschwiegen worden sein.

„Bei Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen könnte zumindest noch die Möglichkeit bestehen, dass Anleger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden und diese vom Insolvenzverwalter auch festgestellt werden“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter.

Betroffenen Anlegern ist anzuraten, sich bei Begebung eines Nachrangdarlehens anwaltliche Hilfe zu suchen.

Ein auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierter Rechtsanwalt kann auch Möglichkeiten zur Geltendmachung einer Anlagefalschberatung darstellen, wenn tatsächlich die spekulativen Elemente eines Nachrangdarlehens mit dem Anleger vor Zeichnung nicht thematisiert worden sind.

Die Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist seit Jahren auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert. Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann vertritt geschädigte Anleger bundesweit im vorgerichtlichen wie auch im gerichtlichen Bereich. Aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrungen kann Frau Rechtsanwältin Wittmann auf eine fundierte Expertise im Kapitalanlagerecht zurückgreifen.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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