Landgericht München II weist Klage der Wijk Holdings L.P. ab

Mit aktueller Entscheidung vom 18.09.2019 hat das Landgericht München II eine Klage der Wijk Holdings L.P. gegen einen Anleger wegen Rückforderung geleisteter Ausschüttungen abgewiesen.

Dies berichtet Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, welche den dortigen Anleger anwaltlich vertreten hatte.

„Es ging um eine Beteiligung an der Firma „Hanseatische Immobilienfonds Holland X GmbH & Co. KG“, die im Jahr 1999 emittiert worden war. Das Landgericht München II hat die Forderung der Wijk Holdings L.P., die aus abgetretenem Recht der Deutschen Pfandbrief AG die Forderung gegen den Anleger gemäß §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 HGB geltend machen ließ, wegen Verjährung abgewiesen.

Die erkennende Kammer des Landgerichts München II geht davon aus, dass infolge der diversen Informationen der Fondsgeschäftsführung an ihre Anleger schon aus dem Jahr 2013 die Inanspruchnahme der Anleger unmissverständlich zum Ausdruck kam, was zur Folge hatte, dass die von der Wijk Holdings L.P. erst im Jahr 2018 per gerichtlichem Mahnbescheid geltend gemachte Forderung als verjährt qualifiziert wurde“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann, welche auch ausdrücklich darauf hinweist, dass sie mit einem Berufungsverfahren zum OLG München rechnet.

Die Argumentation des Anlegers war auf diverse BGH-Entscheidungen gestützt, unter anderem auch auf die Entscheidung des BGH vom 07.12.2017. Dort stellte der BGH unmissverständlich fest, dass Forderungen binnen einer 3-jährigen Verjährungsfrist geltend zu machen sind, die dann beginnt, wenn aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Fonds feststeht, dass die Inanspruchnahme der Anleger aus §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 HGB unumgänglich ist.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann rät betroffenen Anlegern an, schon im vorgerichtlichen Bereich beanspruchte Zahlungen an einen Insolvenzverwalter auch und gerade aus verjährungsrechtlichen Gründen umfassend fachkundig prüfen zu lassen.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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