Liquidation der MCE 04 Sternenflotte IC 3 KG - Gesellschaft fordert erhaltene Auszahlungen von 8% zurück

Ein „Weihnachtsgeschenk“ der besonderen Art hat die Fondsgesellschaft mit der Bezeichnung „MCE 04 Sternenflotte IC 3 KG“ ihren Anlegern beschert: Mit Schreiben vom 20.12.2016 wurden die Gesellschafter darüber informiert, dass aufgrund der angespannten Liquiditätssituation geplant sei, die Fondsgesellschaft aufzulösen und zu liquidieren.

Bettina Wittmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH, Passau:

„Wir beraten betroffene Anleger der MCE 04 schon seit geraumer Zeit und prüfen mögliche Schadensersatzansprüche gegen die anlagevertreibenden Vertriebsgesellschaften / Kreditinstitute. Im Zuge dieser Prüfung ist aufgefallen, dass das bei dieser Gesellschaft als angebliches „Sicherheitsmerkmal“ exponiert beworbene Andienungsrecht völlig falsch erklärt worden war. Oftmals wurde dieses Andienungsrecht – so auch wie in den schriftlichen Vorabinformationen dargestellt – als Sicherheitsmerkmal von den agierenden Vertriebsgesellschaften beworben. Davon, dass dieses Andienungsrecht mit Liquidation der Fondsgesellschaft vor 2020 ins Leere läuft, waren die Anleger nicht informiert worden. Insoweit ergeben sich Ansatzpunkte für eine pflichtwidrige Anlageberatung der einzelnen Vertriebsgesellschaften / Kreditinstitute“.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann rät betroffenen Anlegern eine umfassende Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen. Sollten die Anleger – wie von der Fondsgesellschaft gefordert – nicht bereit sein, die geleisteten Ausschüttungen zurückzuzahlen, wird das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fondsgesellschaft unausweichlich sein. Dann droht tatsächlich die Rückforderung aller geleisteten Auszahlungen gemäß § 171, 172 Abs. 4 HGB durch den vom Insolvenzgericht zu bestimmenden Insolvenzverwalter.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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