MS Java Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG/MS Borneo Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG - Handlungsoptionen für Anleger bei drohender Verjährung

Die beiden Schiffsfondsgesellschaften mit der Bezeichnung „MS Borneo Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG“ und „MS Java Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG“ wurden im Jahr 2006 vom Emissionshaus Doric Asset Finance aufgelegt. Rund 50 Mio. Euro wurden von den Anlegern der beiden Doric Asset Finance Fonds investiert. Beide Beteiligungsgesellschaften sind mit jeweils rund 50% an der Doric Zweite Navigation GmbH & Co. KG und damit indirekt an dem Massengutfrachter POS Winner beteiligt.

Am 07.06.2013 hat der Charterer STX Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht in Seoul gestellt. Trotz seiner Position als eines der größten Schifffahrtsunternehmen Südkoreas sah sich STX nicht mehr in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH, Passau, vermeldet zahlreiche Anfragen enttäuschter Anleger um mögliche Schadensersatzansprüche zur oftmals auf Empfehlung gezeichneten Fondsbeteiligung.

„Unserer Erfahrung nach wurden gerade bei Schiffsfondsgesellschaften die der Unternehmensform der Kommanditgesellschaft systemimmanenten Risiken von den agierenden Beratern unzureichend bzw. überhaupt nicht erklärt. Mitunter wurden gerade Schiffsfondsgesellschaften als angeblich sichere Altersvorsorge zur Zeichnung empfohlen, ohne Offenlegung der einer KG immanenten Gefahr des Totalverlusts“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann, welche als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht zahlreiche geschädigte Anleger bundesweit anwaltlich vertritt.

 

Nach ständiger Rechtsprechung ist es die Aufgabe des Anlageberaters, ausschließlich Produkte zu empfehlen, die mit den Anlagezielen des Kunden – Anlagezweck und Risikobereitschaft – tatsächlich übereinstimmen. Hat der Anleger den Wunsch geäußert, es solle sich um eine sichere, kapitalerhaltende Anlage mit einer höchstmöglichen Rendite handeln, so muss der Berater diesen Widerspruch aufklären. Die Beratungspflicht entfällt auch dann nicht, wenn der Anleger früher bereits ähnliche Beteiligungen gezeichnet hat. Die Verwirklichung des jeweiligen Anlageziels muss jeweils in Bezug auf die konkrete empfohlene Kapitalanlage vorliegen.

Viele Anlageberatungsgesellschaften meinen allerdings, sie hätten ihrer Aufklärungspflicht durch Überlassung eines Emissionsprospekts genüge getan.

„Allerdings kann nur ein rechtzeitig überlassener Fondsprospekt Mittel zur Aufklärung sein, unseren Erfahrungen nach das Fondsprospekt entweder überhaupt nicht oder erst am Beratungstag übergeben wurde. In dieser Situation ist der Berater dann zur vollumfänglichen Offenlegung aller mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken verpflichtet“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter, welche betroffenen Anlegern eine grundsätzlich fachkundige Überprüfung der Sach- und Rechtslage empfiehlt.

Anleger sollten in diesem Zusammenhang auch prüfen lassen, wann mögliche Schadensersatzansprüche verjähren.

Die auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen an. Hierfür können Sie sich jederzeit an unsere Kanzlei unter info@rechtsberatung-passau.de wenden oder Sie rufen uns an unter Tel-Nr. 0851/988400.

Ihre zuständige Ansprechpartnerin ist Frau Rechtsanwältin Bettina Wittmann.

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