Neckermann Neue Energien AG - Anleger sollen Schadensersatzansprüche prüfen lassen

Als „sichere Geldanlage“ wird von den agierenden Anlagevermittlern / Anlageberatern oftmals ein sog. „Nachrangdarlehen“ zur Zeichnung empfohlen. Auch die vormals als „Neckermann Neue Energien AG“ (nunmehr: Rewac Energy Invest AG) sammelte per Nachrangdarlehen Kapital ein.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau erklärt:

„Berichten unserer Mandanten zufolge wurden die einem Nachrangdarlehen systemimmanent erhöhten Kapitalverlustgefahren nicht dargestellt. So war um den Charakter einer Nachrangdarlehensabrede mitunter überhaupt keine Rede, die einzelnen Berater vielmehr exponiert den Namen „Neckermann“ darstellen ließen, um ihre Anleger zu einem Investment zu überreden“.

Ein Nachrangdarlehen ist allerdings mit Nichten eine „sichere Geldanlage“, jeder Anleger, der einem Unternehmen ein nachrangiges Darlehen begibt, im Falle der Insolvenz im Rang hinter allen anderen Forderungen, die gegen das Unternehmen bestehen, zurückzutreten hat. Nachrangigkeit bedeutet, dass die Forderung im Insolvenzfall erst bedient wird, wenn sämtliche anderen Gesellschaftsgläubiger befriedigt wurden, die im Rang vor den Anlegern mit dem Nachrangdarlehen stehen.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann rät betroffenen Anlegern an, mögliche Schadensersatzansprüche fachkundig prüfen zu lassen. Obwohl bislang über eine Insolvenzanmeldung über das Vermögen der Rewac Energy Invest AG noch nichts veröffentlicht ist, bestehen Presseberichten zufolge wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Auch die Tatsache, dass die „Rewac Energy Invest AG“ ebenso wie ihre Schwestergesellschaft, die Sunrise Energy GmbH, unter der angegebenen Anschrift in Berlin nicht mehr geladen werden kann bzw. keinerlei Schriftsätze dort mehr zugestellt werden, bekräftigen die Befürchtung führender Anlegeranwälte, dass aus dem investierten Kapital bei den Gesellschaften jedenfalls wohl nichts mehr zu holen sein wird.

Insoweit sollten betroffene Anleger sich um die Möglichkeit, Schadensersatzanspruch gegen die agierenden Anlageberater geltend zu machen, beraten lassen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH steht für weitere Informationen jederzeit zur Verfügung.

Zurück