P&R Anleger: Informationen der Insolvenzverwaltung in den anberaumten Gläubigerversammlungen

Mehr als 50.000 Kleinanleger haben Milliarden in die Münchner Containerfirma P&R gesteckt. Spätestens seit der ersten Gesellschafterversammlung durch die Kanzlei Jaffé in der Münchner Olympiahalle steht fest: Die Investitionen spätestens ab 2010 erfolgten in einem Schneeballsystem.

Dies berichtet Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau:

„Wie es in den Presseberichten zufolge womöglich bald größten Anlegerskandal der Nachkriegsgeschichte für die Investoren weitergeht, ist völlig unklar. Nach Meinung des Rechtsanwalts Jaffé hätte die P&R AG jedenfalls schon 2010 Insolvenzantrag stellen müssen“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in einer aktuellen Stellungnahme zur ersten stattgefundenen Gesellschafterversammlung.

Laut Mitteilung der Insolvenzverwaltung sind derzeit über 98% der Container vermietet. Insoweit rechnet die Kanzlei auch mit Erlösen aus der Vermietung und dem Verkauf der noch betriebenen Container.

Andererseits wird berichtet, dass Anleger bereits Ansprüche von über einer Milliarde Euro zur Insolvenztabelle angemeldet haben, weiteren Presseberichten zufolge die P&R Gruppe Container für rund 3,4 Milliarden EUR verkauft hat. Insoweit ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, ob und in welcher Höhe vom Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle gezogen werden können, auch die weitere Entwicklung des Containergeschäfts Einnahmen selbst nicht prognostizierbar erscheint.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH berät betroffene Anleger zum P&R-Anlegerskandal.

So wurde in den einzelnen Beratungsgesprächen vor allem von den agierenden Beratern damit geworben, dass die Anleger der P&R rechtlich und wirtschaftlich Eigentümer der Container werden und quartalsmäßig die Mieteinnahmen hieraus erzielen könnten.

„Wenn sich herausstellen sollte, dass die P&R AG tatsächlich schon in 2010 Insolvenzantrag hätte stellen müssen, dann können die Darlegungen der einzelnen Anlageberater um das „bewährte und konservative Anlagemodell“ nur ins Blaue hinein erfolgt sein“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter, welche zudem darauf hinweist, dass Anlageberater wie auch Anlagevermittler grundsätzlich die Plausibilität des von ihnen empfohlenen Anlagemodells prüfen müssen.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH unter info@rechtsberatung-passau.de wenden.

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