UDI/te-Gruppe: Kaufangebot für Anleger von Solar Sprint Festzins II und III

Rund 12,0 Mio. Euro hatten Anleger in die von UDI aus Nürnberg vermittelten Nachrangdarlehen „Solar Sprint Festzins II“ und „Solar Sprint Festzins III“ investiert.

Aktuell legt die UDI/te-Investoren Rückkaufangebote für zwei Nachrangdarlehen vor.

Dies berichtet Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, unter Berufung auf die aktuelle Berichterstattung in der „Kapitalmarkt intern“.

Die beiden Emittentinnen te Solar Sprint II (III) GmbH & Co. KG hatten Anlegergelder als Nachrangdarlehen an die MEP Miet- und Servicegesellschaften weitergereicht. Dabei handelt es sich um Projektgesellschaften der MEP-Gruppe. Diese Projektgesellschaften haben nach Angaben der te Management Gruppe in ca. 8.500 Solardachanlagen investiert. Diese wurden an die jeweiligen Hauseigentümer vermietet.

Nunmehr sollen die Refinanzierung der Solaranlagen nicht zustandegekommen sein, was weiters zur Folge hatte, dass die Projektgesellschaften nicht in der Lage sind, die Zinszahlungen / Kapitalrückführungen zu leisten.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann erklärt:

„Die BaFin veröffentlichte bereits am 17.01.2019 eine Meldung der Emittentin, nach der es zu Problemen bei der Zinszahlung/Rückzahlung der Nachrangdarlehen kommen kann, nachdem die MEP-Gruppe im Sommer 2018 ihr Geschäftsmodell umgestellt und demnach Solaranlagen nun auch zum Kauf angeboten hatte. Hierdurch drohen allerdings die Forderungen der Anleger auszufallen, da die Emittentinnen ihren Zahlungsverpflichtungen den Anlegern gegenüber nicht nachkommen konnte“.

Die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann GmbH rät betroffenen Anlegern, den derzeit von der UDI/te-Gruppe unterbreiteten Zahlungsoptionen ohne anwaltliche Beratung keinesfalls zuzustimmen. So müssen umfassend die Nachrangdarlehensverträge auch und gerade hinsichtlich der angeblich wirksam vereinbarten Rangrücktrittsvereinbarung geprüft werden. Vorformulierte Klauseln in AGBs sind häufig unwirksam, weil sie intransparent sind und den Anleger unangemessen benachteiligen.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann macht zudem geltend, dass in der Vergangenheit oftmals die jeweils agierenden Anlageberatern überhaupt nicht in der Lage waren, ihre Anleger umfassend um die einem Nachrangdarlehen systemimmanent erhöhten Verlustrisiken aufzuklären.

„Nachrangdarlehen sind eine hochriskante Kapitalanlage, ein Anleger sehenden Auges die Insolvenz „seiner“ Gesellschaft mittragen muss und im Insolvenzfall noch nicht einmal die Möglichkeit hat, seine Insolvenzforderung zur Tabelle anzumelden. Daher drohen im Insolvenzfall die Anleger komplett leer auszugehen, was oftmals von den jeweils agierenden Anlageberatern nicht richtig erklärt worden ist“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter, welche Schadensersatzprozesse gegen die einzelnen Anlageberater im Bereich „Nachrangdarlehen“ bundesweit führt.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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