Widerrufsrecht beim Handel mit Kryptowährungen

Der Preis von Kryptowährungen unterliegt hohen Schwankungen. Rechtlich stellt sich das Problem, inwieweit Kunden, die Kryptowährungen, das heißt, Währungen wie Bitcoin oder Ether erworben haben, sich bei ungünstiger Kursentwicklung durch Ausübung des Verbraucherwiderrufsrechts vom Vertrag lösen können.

Die Frage ist mithin, inwieweit sich „Verbraucher“ nach den Vorschriften über das gesetzliche Widerrufsrecht von einem gegebenenfalls für sie negativen Geschäft lösen können. Denn bei einem erfolgreich ausgeübten Widerruf sind die jeweils tatsächlich ausgetauschten Leistungen zurück zu gewähren, das heißt, der Käufer kann innerhalb der Widerrufsfrist seine erworbenen Kryptowährungen zurückgeben und die Erstattung des Kaufpreises erlangen. Dies kann sich bei Schadloshaltung gegenüber dem Verkäufer für diesen negativ auswirken, muss der Verkäufer das komplette Marktrisiko tragen.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Die Frage eines Widerrufsrechts beim Handel mit Kryptowährungen ist bislang noch nicht eindeutig entschieden worden. Ein mögliches Widerrufsrecht für den Verbraucher hätte allerdings die Folge, dass dieser den geleisteten Kaufpreis vom verantwortlichen Unternehmen zurückerhält, wenn sich der mit Kryptowährung handelnde Unternehmer nicht entsprechend vertragrechtlich absichert“.

Die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann mbH ist auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert. Eine Interessenvertretung erfolgt sowohl im vorgerichtlichen wie auch im gerichtlichen Bereich bundesweit.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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