Diesel-Opfer haben gute Chancen

Der Abgasskandal hat zwischenzeitlich auch die Landgerichte in ganz Deutschland erreicht: Verbraucher, die ein schadhaftes Fahrzeug vom VW-Konzern gekauft haben, fühlen sich getäuscht und wollen ihr Auto loswerden.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau erklärt:

„Jeder Verbraucher, der ein Auto vom VW-Konzern mit dem vom Dieselskandal betroffenen Motor EA 189 gekauft hat, sollte grundsätzlich anwaltlich prüfen lassen, ob ein Schadensersatzanspruch besteht. Dieser Anspruch ist darauf gerichtet, das investierte Kapital zurückzuerhalten und im Gegenzug das manipulierte Fahrzeug an den VW-Konzern zurückzugeben. Gegenstand des Kaufvertrages ist grundsätzlich ein technisch einwandfreies, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechendes Fahrzeug. Dies war bei Fahrzeugen mit dem Motor EA 189 gerade nicht der Fall, zumal nach wie vor die Frage offen ist, ob bei nachgerüsteten Fahrzeugen die neue Software langfristig mit der unveränderten Hardware harmoniert“.

Die Frage, ob das Software-Update nach Kauf aufgespielt wurde oder nicht, ist zur Frage der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen unerheblich. Maßgeblich ist allein der Kaufvertragsabschluss.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann weist zudem darauf hin, dass bestehende Rechtsschutzversicherungen auch verpflichtet sind, in den VW-Fällen Deckung zu gewähren und alle Kosten zu übernehmen.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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