Diesel-Schadstoffmotor EA189 - Landgericht Augsburg spricht Verbraucher volle Erstattung des Kaufpreises zu

Das Landgericht Augsburg hat mit einer vielbeachteten Entscheidung vom 14.11.2018 dem Käufer eines vom Abgasskandal betroffenen Golf Diesel einen Erstattungsanspruch gegen den VW Konzern in Höhe des vollen Kaufpreises plus Zinsen zugesprochen.

Dies berichtet RAin Wittmann aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Zahlreiche Gerichte haben bereits einen Schadensersatzanspruch zugunsten der betroffenen Verbraucher gegen den VW Konzern zugestanden. Streitgegenständig waren dort die Abgasmanipulationen, welche zum Beispiel vom Landgericht Berlin als vorsätzlich sittenwidrige Schädigung qualifiziert worden sind.

Rechtsfolge dieses Ersatzanspruches ist die Verpflichtung des VW Konzerns, an den Käufer einen Schadensersatz in Höhe des Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Rückübereignung des Fahrzeuges zu zahlen.

Das Landgericht Augsburg hat in der aktuellen Entscheidung indes keinen Vorteilsausgleich vom Kaufpreis in Abzug gebracht, sich der dortige Kläger also für die gefahrenen Kilometer keinen Nutzungsersatz schadensersatzrechtlich zurechnen lassen muss.

„Die Entscheidung des Landgerichts Augsburg ist zwar noch nicht rechtskräftig; es zeigt allerdings, dass die einzelnen Landgericht immer verbraucherfreundlicher werden“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter.

Verbraucher haben im Abgasskandal also gute Chancen, ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Allerdings müssen die Forderungen geltend gemacht werden, zum 31.12.2018 die Verjährung droht.

Die Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH bietet betroffenen Verbrauchern i.S. „Diesel-Abgasskandal“ eine umfassende Beratung zu den noch offenen Handlungsoptionen an.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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