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Dieselskandal - Landgericht Wuppertal verurteilt Daimler AG zu Schadensersatz

In seiner am 29.01.2020 verkündeten Entscheidung hat das Landgericht Wuppertal das bereits ergangene Versäumnisurteil gegen die Daimler AG aufrechterhalten und dem dortigen Kläger eine weitere Nutzungsentschädigung zugesprochen.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, welche zahlreiche vom Dieselskandal Betroffene bundesweit anwaltlich vertritt erklärt:

„Das Landgericht Wuppertal hat der Klage stattgegeben, da nach dortiger Meinung aus dem dem Rückruf zugrunde liegenden Bescheid des Kraftfahrt-Bundesamts von einer unzulässigen Abschalteinrichtung auszugehen sei. Betroffen war dort ein Mercedes Benz GLK 220 CDI 4 Matic, welchen der Kläger per Kaufvertrag vom Dezember 2014 zu einem Kaufpreis von EUR 39.900,00 erworben hatte.

Substantiiert hat das Landgericht Wuppertal auch ausgeführt, dass

„jedenfalls für den Zeitraum zwischen Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe und Abklärung der durchzuführenden Maßnahmen zur Beseitigung des vorschriftswidrigen Zustandes es auf der Hand liegt, dass die Fungibilität der betroffenen Fahrzeuge eingeschränkt war, wodurch schon ein Schaden des Klägers begründet ist“.

Der Dieselmotor der Daimler Benz AG mit der Bezeichnung OM651 beschäftigt die Gerichte bundesweit immer mehr.

So hatte das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf am 21.06.2019 angeordnet und der Daimler AG aufgegeben die Fahrzeuge in den Zustand zu versetzen, die die öffentlich-rechtlichen Vorschriften vorschreiben. Einen Monat später, nämlich am 19.07.2019 erfolgte die Freigabe des Software-Updates durch das KBA.

„Das Landgericht Wuppertal schlussfolgert aus dem dem Rückruf zugrundeliegenden Bescheid des Kraftfahrt-Bundesamts, dass im Motor des Typs OM651 eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut ist. Dies reichte für die erkennende Kammer aus, dem Schadensersatzbegehren des dortigen Klägers stattzugeben“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter, welche betroffenen Verbrauchern eine grundsätzlich fachkundige Bewertung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die Herstellerin bei Verbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung anrät.

Die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat auf ihrer Homepage diejenigen Modelle aufgeführt, welche über den Motor des Typs OM651 verfügen und welche ebenfalls von der Rückrufaktion des Kraftfahrt-Bundesamts betroffen sind.

Hierzu sowie zu weiteren Informationen: info@rechtsberatung-passau.de oder rufen Sie uns an unter Tel.-Nr. 0851/988400.

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