Rückruf Mercedes GLK 220 CDI - Unzulässige Abschalteinrichtung?

Am 21.06.2019 hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf für den Mercedes des Typs GLK 220 CDI der Baujahre 2012 bis 2015 aufgrund einer unzulässigen Abschalteinrichtung angeordnet.

Dies berichtet Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Bettina Wittmann, aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau. Diese erklärt:

„Mercedes hat zwar erklärt, gegen diesen Bescheid Widerspruch einzulegen; damit wird allerdings der amtlich angeordnete Rückruf nicht außer Kraft gesetzt. Medienberichten zufolge sollen rund 60.000 Fahrzeuge betroffen sein“.

Die Rechtsprechung zum „VW-Abgasskandal“ zeigt jedoch, dass Verbraucher nicht schutzlos sind. So ergehen derzeit immer mehr landgerichtliche Entscheidungen zugunsten der betroffenen Verbraucher im Dieselskandal des VW Konzerns. In den dortigen Prozessen werden Schadensersatzansprüche, vor allem gestützt auf § 826 BGB, geltend gemacht, weil die Installation einer sog. Manipulationssoftware nach einhelliger Auffassung der Rechtsprechung eine negative Abweichung von der üblichen Beschaffenheit vergleichbarer Fahrzeuge darstellt.

Im Falle einer Manipulationssoftware sorgt eine technische Vorrichtung dafür, dass ein Prüfstandbetrieb eine Abgasreinigung vorgetäuscht wird, die im Alltagsbetrieb grundsätzlich nicht stattfindet. Man spricht auch von einer „Schummelsoftware“.

Die Rechtsanwaltskanzlei Wittmann GmbH vertritt zahlreiche Geschädigte im VW-Dieselskandal bundesweit. Wir bieten Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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