Schadensersatzanspruch nach VW-Skandal - Diese Rechte haben Verbraucher noch

Bis zum 31.12.2018 hatten Pkw-Halter mit einem Dieselmotor des Typs EA189 verschiedene Schadensersatzansprüche gegen den Autoverkäufer sowie gegen den Hersteller Volkswagen.

Dieselben Schadensersatzansprüche hatten auch Autobesitzer von Fahrzeugen, in denen VW den Schadstoffmotor EA189 hergestellt hatte.

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Passau erklärt:

„Aufgrund des Dieselfahrverbots hat sich die Situation für Besitzer eines Dieselfahrzeuges mit dem noch verschärft. Es muss damit gerechnet werden, dass der Wiederverkaufswert dieser Schadstoffmotor EA189 Fahrzeuge enorm absinken wird. Betroffen hiervon sind die Verbraucher, welche ihre Schadensersatzansprüche gegen die VW AG nicht bis zum 31.12.2018 bei älteren Dieselfahrzeugen geltend gemacht hatten. Ersatzansprüche gegen den Hersteller des Schadstoffmotors mit illegaler Abschaltvorrichtung sind zum 31.12.2018 verjährt“.

Doch welche Ansprüche bleiben betroffenen Besitzern von Dieselfahrzeugen noch?

„Grundsätzlich können alle Gewährleistungsrechte aus dem Kaufvertrag mit dem Verkäufer – also in der Regel mit dem Autohaus – binnen einer Frist von 2 Jahren ab Kauf geltend gemacht werden. Bei einem Gebrauchtwagen verjähren die Gewährleistungsrechte in der Regel schon nach einem Jahr“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann die daher Kunden von betroffenen Dieselfahrzeugen, die noch in der Lage sind, ihre Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer binnen laufender Verjährungsfrist geltend zu machen anrät, sich umfassend beraten zu lassen. Neben dem Recht auf Nachbesserung besteht auch das Recht auf Rücktritt vom Kaufvertrag. So haben zwischenzeitlich mehrere Gerichte unmissverständlich festgestellt, dass ein Motor mit einer illegalen Abschaltvorrichtung als „mangelhaft“ gilt.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatungs-passau.de.

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