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Software-Update macht bei Mercedes große Probleme

Die vom Abgasskandal betroffenen Autohersteller lassen Verbrauchern immer wieder mitteilen, nach Aufspielen des entwickelten Software-Updates seien mögliche Probleme beseitigt. Doch so umweltfreundlich und sauber wie Autohersteller das Software-Update gerne qualifizieren möchten, ist es nicht: Eine neue Untersuchung von Frontal 21 und Emissions Analytics stellt diese Aussage nun in Frage.

Das Verbraucherschutzmagazin Frontal 21 ließ an einem Mercedes C 220 TDI mit Euronorm 5 Tests durchführen, die die Aussagen der Daimler AG, die Updates seien Autos umweltfreundlicher und würden Kunden so vor Fahrverboten schützen, erheblich in Zweifel ziehen.

Tatsächlich ergaben verschiedene Testfahrten bei unterschiedlichen Außentemperaturen nicht nur einen immens erhöhten Wert an Stickoxid. Von einer Senkung durch das Software-Update war nach diesen Tests jedenfalls nichts zu spüren.

„Die von den verschiedenen Autoherstellern mantrahaft erfolgte Bepreisung des Software-Updates kann auch Experten nicht überzeugen. Vielmehr berichten betroffene Autobesitzer um einen erhöhten Benzinverbrauch nach Aufspielen des Software-Updates, soll auch im laufenden Fahrbetrieb das Fahrverhalten des betroffenen Fahrzeugs massivst in Mitleidenschaft gezogen werden. So ist von einem „ständigen Ruckeln“ durch unsere Mandanten ebenso die Rede wie von einem Daueraufleuchten diverser Kontrolllampen“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann aus der Kanzlei Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, welche zahlreiche betroffene Autobesitzer im Dieselskandal gegen verschiedene Autohersteller vorgerichtlich wie auch gerichtlich bundesweit anwaltlich vertritt.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann empfiehlt betroffenen Verbrauchern sich umfassend um mögliche Handlungsoptionen beraten zu lassen. Eine fachkundige und kompetente Beratung sichert betroffenen Verbrauchern richtig und konsequent zu entscheiden, inwieweit sie das betroffene Fahrzeug behalten oder es gegen Zahlung des Kaufpreises abzgl. Nutzungsentschädigungen zurückgeben können.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann weist zudem auf die derzeit sehr verbraucherfreundlichen Entscheidungen diverser Landgerichte, insbesondere des Landgerichts Stuttgart hin, welche das von der Daimler AG eingebaute Software-Update als unzulässige Abschalteinrichtung qualifiziert.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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