Verjährung zum 31.12.2018 beim Diesel-Skandal - So können Sie Ihre Ansprüche sichern

Als erstes deutsches Oberlandesgericht hat das Oberlandesgericht Köln das dortige Autohaus zur Rücknahme eines VW TDI verurteilt. Es handelte sich hier um einen „Schummel-Diesel“, in dem die verbotene Abschalteinrichtung verbaut war.

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Die Entscheidung des OLG Köln ist gerade wegen der bestehenden Verjährungsthematik sensationell, wollte der VW Konzern unbedingt eine oberlandesgerichtliche Entscheidung vor dem 31.12.2018 vermeiden“.

Wenn die Vorwürfe gegen den VW Konzern auf deliktische Haftung gemäß §§ 823, 826 BGB gestützt werden, tritt die Verjährung zum 31.12.2018 ein, weil der Diesel-Skandal am 19.05.2015 durch US-amerikanische Umweltbehörden publik geworden ist. Es gilt sodann die dreijährige Verjährungsfrist, welche zum 31.12.2018 endet, §§ 195, 199 BGB.

Demzufolge sollten alle betroffenen VW-Käufer die Verjährungsfrist zum 31.12.2018 im Auge behalten. Gerade für nicht rechtsschutzversicherte Verbraucher ist diese Frist wichtig, um gegebenenfalls Alternativen zum Klageverfahren zwecks Hemmung der laufenden Verjährung mit einem fachkundigen Rechtsanwalt zu besprechen.

„In aller Regel kann ein kostengünstigerer Güteantrag zur Hemmung der laufenden Verjährung vor dem 31.12.2018 zur Einreichung gebracht werden. Dieser bewirkt sodann die Option einer nachzuschiebenden Klage binnen weiterer sechs Monate“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter.

Betroffene VW-Käufer sollten sich fachkundig beraten lassen, zumal die Bundesregierung bis dato keine klare Lösung für Diesel-Fahrzeuge zur Vorlage gebracht hat.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de.

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