Voraussetzungen für den Darlehenswiderruf

In 80% der zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Immobiliendarlehen hat die Bank / Sparkasse eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet. Die meisten dieser Verträge können auch heute noch widerrufen werden, was wegen der deutlich günstigeren Zinskonditionen mitunter für den Verbraucher bares Geld bedeuten kann.

Voraussetzung für den Widerruf eines Kreditvertrages ist eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung kann die Widerrufsfrist nicht in Gang setzen. Prüfungsmaßstab ist die damals jeweils geltende Musterbelehrung, welche nach den Vorgaben des BGH „1:1“ von den belehrenden Banken hätte übernommen werden müssen.

Wenn dies nicht der Fall ist kann sich die Bank auf den sogenannten Vertrauensschutz nicht berufen und die Widerrufsfrist hat für den Verbraucher wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrung nicht zu laufen begonnen.

Ob eine Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist, kann vom Verbraucher in aller Regel nicht festgestellt werden.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht und bietet Ihnen eine kompetente Überprüfung Ihrer Widerrufsbelehrung an.

Da die Bundesregierung das „Aus“ des ewigen Widerrufsrechts für sogenannte Altverträge, also für Darlehensverträge, welche in der Zeit von 2002 bis 2010 geschlossen worden sind, bereits verkündet hat, kann ein Darlehensvertrag aus dieser Zeit nur bis zum 21.06.2016 widerrufen werden.

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