VW-Abgas-Skandal - Das sollten betroffene Verbraucher jetzt wissen

Am 01.11.2018 war es soweit: Geschädigte Verbraucher können sich gemeinsam zu einer Klage zusammenschließen, um gegen den Schadenverursacher vorzugehen.

Welche Auswirkungen hat das für den betroffenen Verbraucher aber konkret?

Bettina Wittmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht aus der Kanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Passau, erklärt:

„Es geht derzeit konkret nur um den Dieselskandal bei VW. Betroffen sind also Autobesitzer eines VW mit dem Schadstoffmotor EA189. Deren Schadensersatzansprüche werden zum Jahresende 2018 definitiv verjähren“.

Betroffene Autobesitzer haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich am Sammelklageverfahren zu beteiligen. In dieser Klage geht es um die Feststellung, ob überhaupt Schadensersatzansprüche gegen VW bestehen. Es geht also um die Frage der Haftung dem Grunde nach.

„Sollte das OLG Braunschweig der Sammelklage stattgeben, heißt das allerdings noch nicht, dass den betroffenen Autobesitzern auch ihr Schaden der Höhe nach ersetzt wird. Wenn das OLG Braunschweig der Feststellungsklage im Sammelklageverfahren stattgibt, heißt das, dass VW grundsätzlich verpflichtet ist, die einzelnen Autobesitzer zu entschädigen“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter, welche nicht davon ausgeht, dass der VW-Konzern freiwillig die Schadensersatzansprüche der betroffenen Autobesitzer befriedigen wird.

Betroffene Autobesitzer sollten sich so schnell als möglich fachkundig beraten lassen, wenn in ihrem Fahrzeug der Schummelmotor EA189 eingebaut ist. Gemeinsam mit einem fachkundigen Rechtsanwalt kann sodann entschieden werden, inwieweit der Anschluss an die Sammelklage auch aus Kosten- und vor allem Zeitgründen sinnvoll erscheint.

Weitere Informationen unter info@rechtsberatung-passau.de oder rufen Sie uns an unter Tel. 0851/988400.

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