Widerspruchsmöglichkeiten bei fondsgebundenen Lebensversicherungen - Vorsicht vor "neuen" Widerspruchsbelehrungen

Die Option, einem möglicherweise unrentablen Lebensversicherungsvertrag zu widersprechen, besteht für den Fall einer fehlerhaften Widerspruchsbelehrung nach wie vor. Nach Meinung von Rechtsanwältin Bettina Wittmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, gibt es wenig andere Möglichkeiten, eine unrentable Lebensversicherung / fondsgebundene Lebensversicherung oder private Rentenversicherung vorzeitig zu beenden.

Möglich macht es eine oftmals fehlerhafte Widerspruchsbelehrung welche es einem Verbraucher ermöglicht, auch noch Jahre nach Vertragsabschluss dem Vertrag zu widersprechen und die bislang geleisteten Zahlungen zurückzuverlangen. In vielen Fällen können die Versicherten auch eine Nutzungsentschädigung geltend machen.

Diese eigentlich eindeutige Rechtssituation seit der Entscheidung des BGH vom Mai 2014 versuchen verschiedene Versicherungsgesellschaften aktuell durch neue Widerspruchsbelehrungen zu korrigieren.

Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Bettina Wittmann empfiehlt betroffenen Anlegern eine fachkundige Überprüfung bei Überlassung einer sogenannten „Nachbelehrung“.

„Die Option, einer sich negativ entwickelnde Kapitallebensversicherung zu widersprechen ist vielen Verbrauchern leider nicht bewusst. Wenn aktuell eine Versicherungsgesellschaft „neue“ Widerspruchsbelehrungen versendet, ist grundsätzlich den Versicherten eine anwaltliche Prüfung anzuraten, wenn sie mit der Versicherung selbst unzufrieden sind“.

Die Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler & Wittmann GmbH bietet betroffenen Verbrauchern eine umfassende Bewertung zu möglicherweise in Betracht kommenden Widerrufen / Widersprüchen bestehender Verträge.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an info@rechtsberatung-passau.de.

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